Der Asics Gel Cumulus 27 kommt als gefühlte hundertste Iteration einer Serie, die seit Jahrzehnten die zuverlässige Wahl für neutrale Läufer ist, die keine Feuerwerke suchen, sondern unkomplizierte Kilometer. Mit einem Preis von etwa 140€ positioniert er sich kompetitiv gegen Rivalen wie den Gel Nimbus 27 (höhere Klasse, mehr Dämpfung) oder den Novablast 5 (spaßiger, weniger traditionell). Der Cumulus 27 hat nie versucht, etwas zu revolutionieren: Er ist der Toyota Corolla unter den Laufschuhen, und das hat seinen Wert.
Das Obermaterial aus Jacquard-Mesh verbessert die Atmungsaktivität gegenüber früheren Versionen, mit einem Schnürsystem, das eine sichere Passform ohne Druckstellen gewährleistet – wobei das auch davon abhängt, wie fest man die Schnürsenkel bindet. Die neue Fersenschlaufe macht das Anziehen leichter, ein kleines Detail, das man jeden Morgen schätzt. Die gepolsterte Zunge verhindert Verrutschen. Nichts Revolutionäres, aber es funktioniert.
Die Zwischensohle kombiniert FlyteFoam mit Gel im Fersenbereich für eine Dämpfung, die Komfort vor Reaktivität priorisiert, wobei es sich hier nicht um ein Top-Modell in Sachen Dämpfung handelt, sondern eher um einen täglichen Trainer. Mit einem Drop von 8mm und moderatem Gewicht ist er ein Laufschuh für das tägliche Training, der auch mal schnelleres Tempo mitmacht, aber keine Rennmaschine ist. Die AHAR+-Außensohle garantiert Haltbarkeit ohne große Spielereien. Er ist der typische Mittklasse-Schuh, der für vieles gut ist, nicht besonders teuer (aber auch nicht billig), von einer bekannten Marke, der sich mit Legenden wie der Saucony Ride 18 oder dem Pegasus 41 misst. Eine Option, mit der man kaum etwas falsch macht, aber die die Frage offenlässt, ob es nicht doch noch etwas Besseres gibt... der Schuh selbst, wohlgemerkt.