Der Saucony Kinvara 16 sieht danach aus, als wäre er der letzte seiner Saga. Ein großartiger Schuh, der den Markt revolutionierte, als er herauskam und viele Läufer begeisterte, die einen einfachen Schuh mit guten Materialien und einem „niedrigen" Drop suchten. Einige haben sogar persönliche Bestleistungen mit ihnen im Halbmarathon aufgestellt. Die Theorie besagt, dass er eine seltsame Position zwischen einem Allrounder wie dem Ride 19 und einem Multitalent wie dem Endorphin Speed 5 einnimmt, aber in der Praxis findet er seinen Markt nicht.
Das Obermaterial aus Mesh ist atmungsaktiv und leicht, mit einer engen Anpassung, die den Fuß ohne Druckstellen umschließt, vor allem dank der Bänder, die den Fuß von den Seiten umarmen und in zwei Ösen enden. Die Konstruktion ist minimalistisch, darauf ausgelegt, Gewicht zu reduzieren und dabei die gerade ausreichende Haltbarkeit für den täglichen Verschleiß zu erhalten, mit einer Fersenkappe, die dem Ganzen eine gewisse Steifigkeit bietet. Der Platz im Zehenbereich ist eng, daher ist er nicht für breite Füße empfehlenswert.
Die Zwischensohle verfügt über die neueste Evolution von PWRRUN, aber die Verbindung scheint im Vergleich zu neuen Technologien zurückzubleiben. Der Drop ist niedrig (die klassischen 4 mm, die die gesamte Saga charakterisiert haben), mit einer Geometrie, die darauf ausgerichtet ist, schnelle Übergänge für Läufer zu erleichtern, die mit dem Mittel-/Vorfuß aufsetzen. Die Außensohle aus Gummi bedeckt strategische Zonen für zuverlässige Traktion auf Asphalt, mit einem Muster, das sanfte Übergänge erleichtert. Es ist ein vielseitiger Schuh für den Alltag, ideal für Läufer, die Leichtigkeit und Einfachheit gegenüber maximaler Dämpfung priorisieren, aber er scheint in puncto Reaktivität im Vergleich zu anderen auf dem aktuellen Markt nicht mithalten zu können. Wird es einen weiteren Kinvara geben oder wird Saucony die mythische Saga als erledigt betrachten?